Misteltherapie

Misteltherapie begleitend zur Chemo-und Strahlentherapie

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Immer häufiger werde ich von Krebspatienten angesprochen, ob die Möglichkeit besteht, neben den ohne Zweifel bewährten konventionellen Methoden der Tumortherapie, auch komplementäre (begleitende) Verfahren der Naturheilkunde einzusetzen. Dahinter steht der Wunsch der betroffenen Menschen, selbst und aktiv etwas zur eigenen Gesundung und Lebensqualität bei zu tragen. 

(Komplementäre Methoden sind ausdrücklich keine Alternativmedizin.)

Die Misteltherapie wird seit 40 Jahren eingesetzt.

Die weißbeerige Mistel wohnt auf Bäumen und Sträuchern als Halbschmarotzer und ist seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Die Anwendung bei rheumatischen Erkrankungen und ihre Wirkung am Bewegungsapparat kannte man schon sehr lange. Aber erst 1982 waren die Mistelprodukte soweit entwickelt, dass sie nach dem Arzneimittelgesetz in Deutschland zugelassen werden konnten. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von Studien, Doktor- und Diplomarbeiten, die die Inhaltsstoffe, Wirkungsweise und klinische Erfahrungen ausgewertet haben. Wir aktualisieren laufend neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus Forschung und Praxis. 

Bei welchen Erkrankungen wird die Misteltherapie eingesetzt?

Grundsätzlich ist die Misteltherapie bei fast allen Formen der Chemo-und Strahlentherapie begleitend einsetzbar. Insbesondere versuche ich, die Immunabwehr meiner Patienten anzuregen und eine Besserung des Allgemeinbefindens zu bewirken.

Was können wir tun?

  • Begleitung von Strahlen- oder Chemotherapie
  • Wir versuchen, mit der Misteltherapie die Verträglichkeit und die Nachwirkungen der konventionellen Therapien zu verbessern. 
  • Wir versuchen, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. 

Ich setze die Misteltherapie in meiner Praxis ein bei

  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Frösteln und Frieren
  • depressiver Verstimmung und Grübelneigung
  • Schlaflosigkeit
  • Angstzuständen
  • verminderter Leistungsfähigkeit
  • nach oder während der Chemotherapie in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten

Das Therapieziel der Misteltherapie  beinhaltet die adjuvante Therapie zur Besserung des Allgemeinbefindens:

  • Wir können die Misteltherapie mit anderen Naturheilverfahren kombinieren:
  • Sauerstofftherapie
  • Vitamin-C-Hochdosisinfusionen
  • Akupunktur
  • Entspannungsverfahren 

Wie wird die Misteltherapie durchgeführt?

  • Alle Unterlagen, die die Patienten mitbringen werden ausgewertet.
  • Wir legen die Medikation fest und erstellen ein individuelles Therapiekonzept.
  • Die Patienten bekommen eine umfangreiche Beratung und werden über mögliche Neben- oder Wechselwirkungen aufgeklärt.
  • Die Patienten werden engmaschig betreut und kommen 2-3 mal pro Woche zur Injektion. Die Präparate werden am Oberarm, am Bauch oder am Oberschenkel unter die Haut gespritzt. 
  • Die Behandlung erfolgt individuell und ist abhängig von Art und Schwere der Erkrankung.

Mögliche Nebenwirkungen:

Bei unerwünschten Reaktionen wie leichtem Fieber oder Rötungen an der Einstichstelle reduzieren wir die Dosis oder setzen die Therapie für eine kurze Zeit aus. Durch die engmaschige Betreuung unserer Patienten fallen eventuell unerwünschte Wirkungen zeitnah auf.

Wir arbeiten ausschließlich mit geprüften Mistel-Präparaten, die nach Deutschem Arzneimittelrecht hergestellt wurden.

Wenn Sie sich für die Misteltherapie interessieren oder wenn Sie mehr wissen möchten, rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir.